07.07.2020 - Vertreterversammlung VR Bank Rhein-Mosel eG
Historische Versammlung unter ungewohnten Umständen

Ochtendung - Das die diesjährige Vertreterversammlung eine ganz besondere werden würde, hat sich schon früh abgezeichnet. Bereits im letzten Jahr berichteten die Vorstände über die geplante Fusion der Bank mit der Nachbargenossenschaft Neuwied-Linz eG.

Damals konnte allerdings noch niemand ahnen, welche außergewöhnlichen Maßnahmen und Vorbereitungen aufgrund der COVID-19 Pandemie auf die Ausrichtung der diesjährigen Veranstaltung fallen würden.

Den Blick nach vorne gerichtet

Umso mehr freuten sich Vorstand und Aufsichtsrat mit über 100 anwesenden Vertretern eine hervorragende Resonanz auf die Einladung erhalten zu haben - handelt es sich doch hierbei nicht zuletzt um ein Bestätigung der gelebten Kundennähe und dem starken Interesse an der Weiterentwicklung der Genossenschaftsbank.

Das hierfür eine solide Basis vorhanden ist, schilderte Vorstandsmitglied Michael Kuch in seinen Ausführungen zum abgelaufenen Geschäftsjahr. "Wir sind mit dem erwirtschafteten Ergebnis sehr zufrieden", betonte Kuch. In allen Finanzthemen schenken die Kunden ungebrochen der Bank ihr Vertrauen, was sich im Wachstum aller wesentlichen Geschäftsfelder zeigt. Mit Blick auf das laufende Jahr stellte er allerdings schon in Aussicht, das die Corona-Pandemie auch bei der VR-Bank Rhein-Mosel "Bremsspuren" hinterlassen werde. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung sei man allerdings bestens gewappnet um auch diese Krise erfolgreich zu meistern und sich den neuen Aufgaben zu widmen.

Vorstandsmitglied Michael Kuch berichtet über das abgelaufene Geschäftsjahr

Fusion ohne Zwang auf Augenhöhe

Walter Schaub informierte im Anschluss zunächst über die Erwartungshaltung der BaFin an die Banken, in diesem Jahr keine Dividenden zu zahlen. Dies sei wichtig, um für die Auswirkungen der Corna-Pandemie wirtschaftlich bestmöglich aufgestellt zu sein. Damit man hier nicht unter besondere Beobachtung genommen werde, wolle man den zur Ausschüttung angedachten Betrag daher in das nächste Jahr vortragen und dann erneut über die Verwendung abstimmen lassen, so Schaub. Hiermit zeigten sich die Verteter in der folgenden Abstimmung auch mehrheitlich einverstanden.

Ausführlich berichtete Schaub in der Folge von der angedachten Fusion mit der VR-BANK Neuwied-Linz eG. Neben den Veränderungen, die die gesamte Bankenbranche aktuell durchlebt, und die es notwendig machen, größere Einheiten zu bilden, führte Schaub aber vor allen Dingen die Chancen für Kunden und auch Mitarbeiter auf, die sich mit der geplanten Fusion ergeben.

Es sei ein persönlicher Wunsch des Vorstandes auf "Augenhöhe" zu fusionieren, um die eigenen Ideen und Vorstellungen bestmöglich einbringen zu können, so Schaub. Und ein Blick auf die Zahlen des gemeinsames Hauses macht schnell deutlich - hier verschmelzen zwei Banken weil sie wollen und nicht weil sie müssen.

Andreas Harner stellte sich den Vertretern der VR Bank Rhein-Mosel vor

Nach den Ausführungen von Walter Schaub nutzten die anwesenden Vorstände der VR-BANK Neuwied-Linz eG, Andreas Harner und Matthias Herfurth, die Gelegenheit sich vorzustellen und Werbung für die Fusion zu betreiben. Wie nah sich beide Banken sind, zeigte sich dabei nicht zuletzt daran, als Andreas Harner seinen persönlichen Wohnort Andernach-Miesenheim, als "den schönsten Vorort von Plaidt" kürte.

Historische Abstimmung und Ausklang

Die historische Abstimmung brachte ein eindeutiges Ergebnis: 100% der anwesenden Vertreter stimmten der Fusion zu. Es gab weder Enthaltungen noch Gegenstimmen. Sofern die Vertreter der VR-BANK Neuwied-Linz auf der morgigen Versammlung ebenfalls zustimmen, steht einer Fusion nichts mehr im Wege.

Freuen sich über das Ergebnis. Vlnr. Andreas Harner, Michael Kuch, Matthias Herfurth und Walter Schaub.

Aufsichtsratsvorsitzender Walter Schneichel dankte den Vertretern für das Vertrauen in die Bank. Hierfür und nicht zuletzt als kleines Dankeschön für die Bereitschaft auch unter besonderen "hygienischen Bedingungen" die Bank zu unterstützen, erhielten die anwesenden Vertreter noch ein Präsent zum Ausklang der Veranstaltung.

10.03.2020 - VR-BANK Neuwied-Linz informiert Vertreter
Vorstand Andreas Harner sprach vor den Vertretern im Raiffeisen FinanzCenter in Neuwied

Neuwied. „Gemeinsam die Zukunft gestalten. Morgen kann kommen.“ Mit diesen Worten eröffnete Ulrich Zimmermann, Aufsichtsratsvorsitzender der VR-BANK Neuwied-Linz eG, die erste Regionalversammlung der Mitgliedervertreter in Neuwied.

Die Bank hatte anlässlich der anstehenden Fusion mit der VR Bank Rhein-Mosel eG alle Vertreter zu Informationsveranstaltungen eingeladen.  

„Sinn und Zweck der Einladung war die umfassende Information aller Mitgliedervertreter, die letztendlich am 3. Juni 2020 in der Vertreterversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG über die geplante Fusion mit der VR Bank Rhein-Mosel eG entscheiden“ so Vorstandssprecher Andreas Harner. „Wir richten unser Handeln an genossenschaftlichen Werten aus. Bei uns als Genossenschaftsbank dreht sich alles um eine ganz besondere Verantwortung: unsere Mitgliederverpflichtung. Denn unsere Mitglieder und somit auch ihre Vertreter sind zugleich auch Teilhaber unserer Bank. Sie können unseren Kurs aktiv mitbestimmen und genießen unseren gesetzlichen Förderauftrag, der in § 1 des Genossenschaftsgesetzes verankert ist - also gelebte Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.“

 

Um sich selbst ein Bild von beiden VR-Banken zu machen, wurde zu Beginn der Versammlung das vorläufige Ergebnis 2019 beider Häuser vorgestellt. „Eine sehr gute Ausgangslage für eine gemeinsame Zukunft“, resümierte Harner. Beide Häuser erzielten im vergangenen Jahr wieder sehr gute Ergebnisse und in vielen Punkten ergänzt man sich optimal. Ebenso erhielten die Teilnehmer Einblicke in das zukünftige gemeinsame Geschäftsgebiet, die Zusammensetzung der zukünftigen Vertreterversammlung, des Aufsichtsrates und des Vorstandes. „Unsere zukünftige VR Bank soll so klein wie möglich aber auch so groß wie nötig sein. Die Nähe zu unseren Kunden und die Regionalität sind immer unser Bestreben gewesen und so soll es auch weiterhin bleiben. Wir wollen persönlich aber auch digital für unsere Kunden da sein.

 

Gemeinsam will die zukünftige VR Bank komplexe Themen stemmen, Synergie- und Skaleneffekte nutzen, die Kapitalbasis ausbauen, größere Kreditengagements möglich machen, die Attraktivität als Arbeitgeber steigern und nicht zuletzt selbstständig sein und auch bleiben. „Für unsere Mitglieder und Kunden bleiben wir ein zuverlässiger Finanzpartner“, verspricht Andreas Harner. „Durch den Freiraum, den wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem größeren Haus gewinnen, können wir den Schulungs- und Spezialisierungsgrad weiter erhöhen und somit wiederum die Beratungskompetenz stärken.“ „Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich neue berufliche Perspektiven, ihre Arbeitsplätze werden attraktiver und bleiben vor allem sicher. Es wird fusionsbedingt keine Kündigungen geben.“ „Wir werden in unserer Region die Förderung und Unterstützung von Vereinen und Institutionen weiter vorantreiben und mit unserer Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ noch mehr Projekte zum Ziel führen,“ so Harner und schließt seine Rede mit dem Leitsatz von Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was einer alleine nicht schafft, das vermögen viele.“

 

Da die Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG die übernehmende Bank sein wird, wird sich für die Kunden der Neuwieder Bank nicht viel ändern. IBAN und BIC bleiben erhalten. Die neue Bank soll den Namen VR Bank Rhein-Mosel eG tragen und das Geschäftsgebiet wird sich am Rhein entlang von Vallendar bis Rheinbreitbach und an der Mosel bis nach Cochem erstrecken. Das Raiffeisen FinanzCenter in Neuwied bleibt die Hauptstelle neben dann insgesamt 24 Geschäftsstellen, 12 SB-Filialen und fünf Raiffeisenmärkten, die in eine Waren-GmbH ausgegliedert sind. Insgesamt wird die neue VR Bank dann über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Andreas Harner bleibt in seinem Amt als Vorstandssprecher. Im Vorstand stehen ihm zur Seite Matthias Herfurth, Michael Kuch und Walter Schaub. Da Walter Schaub zum Ende des Jahres in seinen wohlverdienten Ruhestand eintritt, wird die Bank in Zukunft von drei Vorstandsmitgliedern geführt.

 

Vorstand und Aufsichtsrat der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG freuten sich über die rege Diskussion mit ihren Mitgliedervertretern und konnte bei manchen auch Bedenken ausräumen. „Im Großen und Ganzen war die Resonanz sehr positiv“, stellte Andreas Harner fest. „Besonders gefreut hat mich, dass einige Mitgliedervertreter sich für die offene Aussprache und das „mit ins Boot nehmen“ bedankt haben. Das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind und ich erwarte sehr optimistisch das Abstimmungsergebnis unserer Vertreterversammlung am 3. Juni 2020.“ Matthias Herfurth ergänzt: „Die Mitgliedervertreter der VR Bank Rhein-Mosel eG stimmen eine Woche vorher über die anstehende Fusion ab. Beide Banken stehen vor den gleichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund planen wir die Fusion zum 03.06.2020. Das Ergebnis wird eine starke, regionale, leistungsfähige und attraktive VR Bank in der Region Rhein-Mosel sein.“

13.03.2019 - Pressegespräch “Gemeinsam die Zukunft gestalten!“
(vlnr. Matthias Herfurth, Walter Schaub, Andreas Harner, Michael Kuch)

Die Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG und die VR Bank Rhein-Mosel eG wollen Ihre Kräfte bündeln und in eine gemeinsame, erfolgreiche Zukunft gehen.

Beide Banken stehen vor den gleichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurden Sondierungsgespräche geführt und die Option für einen gemeinsamen Weg zu einer starken, regionalen, leistungsfähigen und attraktiven VR Bank in der Region Rhein-Mosel geprüft.

Was sind die Gründe für die angestrebte Fusion?
  • beide Genossenschaftsbanken sind seit Generationen fest in ihrer Region verwurzelt und erfolgreich tätig
  • die geschäftspolitische Ausrichtung beider Häuser ist ähnlich
  • beide Banken sind betriebswirtschaftlich stark und kerngesund
  • beide Banken wollen, müssen aber nicht fusionieren
  • anhaltende Niedrigzinsphase minimiert die Erträge der Kunden und der beiden Banken
  • unsere Geschäftsgebiete grenzen aneinander
  • zunehmende Regulatorik von Bankenaufsicht und Gesetzgebung belasten personelle und finanzielle Ressourcen beider Häuser sehr stark
  • im Geschäftsstellennetz gibt es keine Überschneidungen der Standorte

Dies ist eine gute Basis für eine erfolgreiche Fusion als Partner auf Augenhöhe.

 

Angesichts dieser Herausforderungen wollen die Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG und die VR Bank Rhein-Mosel eG im Zuge einer Verschmelzung die Weichen für eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft als eine starke, regional orientierte Genossenschaftsbank in der Region Rhein-Mosel stellen.

Als Genossenschaftsbank wissen wir:

Wer seine Kräfte bündelt und Wege gemeinsam beschreitet wird stärker.

Was sind die Ziele und was haben die Mitglieder und Kunden von dieser angestrebten Fusion?
  • Bündelung der Kräfte
  • mit noch mehr Dynamik und Energie die Weichen für eine gemeinsame, erfolgreiche Zukunft stellen
  • ein zukunftsfähiges, erfolgreiches Geschäftsmodell festigt sich
  • Ressourcen für wichtige Investitionen generieren
  • höhere Leistungsfähigkeit der neuen gemeinsamen Bank zur Deckung des regionalen Bedarfs an Finanzdienstleistungen
  • Kundenwünsche noch leistungsfähiger erfüllen
  • neue Möglichkeiten die Beratungsqualität weiter zu steigern
  • Größe bedeutet auch Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit
  • Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber in der Region
  • rund 2,9 Milliarden Euro betreutes Kundenvolumen
  • durch die Bündelung der Kräfte in der Produktion und Steuerung wird die Bank noch effizienter
  • weiterer Ausbau und Erweiterung unserer bestehenden, qualitätsorientierten Angebote
  • weiterer Ausbau der digitalen Zugangswege
  • ganz neue Beratungs- und Serviceangebote
  •  zukunftssicherer Arbeitgeber für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wir haben die klare Verpflichtung, unsere Stärken - die Kundenzufriedenheit sowie die „regionale“ und „digitale“ Nähe zu unseren Kunden - zu pflegen und auszubauen. Wir wollen dem Kunden dort begegnen, wo er gerade ist.

Regionale Nähe bedeutet für uns, dass qualifizierte Betreuung für Privat- und Firmenkunden in den Regionen mit hoher Qualität möglich ist und ausreichend Kompetenzen vor Ort für schnelle Entscheidungen sorgen.

Unter digitaler Nähe verstehen wir, mit hoher Erreichbarkeit alltägliche Bankgeschäfte überall anzubieten. Digitale Nähe heißt aber auch, Kunden künftig kompetent bspw. mittels Videositzung zu beraten und ein umfassendes Online-Banking und Brokerage anzubieten.

Wie setzt sich Vorstand und Aufsichtsrat der neuen Bank zusammen?

Der Vorstand setzt sich aus den bisherigen Vorstandsmitgliedern der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG, Andreas Harner und Matthias Herfurth sowie den bisherigen Vorstandsmitgliedern der VR Bank Rhein-Mosel eG, Walter Schaub und Michael C. Kuch zusammen.

Der Aufsichtsrat setzt sich zu gleichen Teilen aus Mitgliedern der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG sowie der VR Bank Rhein-Mosel eG zusammen.

Was passiert mit den Mitarbeitern?
  • es gibt keinen fusionsbedingten Personalabbau
  • oberste Priorität beider Banken sind die Mitarbeiter
  • für anstehende, anspruchsvolle Aufgaben werden alle Kolleginnen und Kollegen gebraucht
  • die neue Stärke der Bank steigert die Stabilität jedes einzelnen Arbeitsplatzes
  • auch bei den Banken ist der Fachkräftemangel angekommen. Durch die neue Größenordnung steigern wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber in der Region und können unseren Potenzialträgern interessante Entwicklungswege und Aufstiegschancen aufzeigen.

Ab wann gibt es die neue Bank?

Sofern die Vertreterversammlungen der beiden Banken Mitte 2020 den Vorschlägen von Vorständen und Aufsichtsräten folgen, erfolgt die Fusion dann bilanziell rückwirkend zum 1. Januar 2020. Die technische Fusion, also die Zusammenführung der Daten im Rechenzentrum, ist im September 2020 geplant.

Wenn wir sofort fusionieren würden, wie groß wäre dann heute die neue VR Bank?
  • wir hätten in der Fläche 25 Geschäftsstellen, 12 SB-Stellen und 5 Raiffeisenmärkte
  • die Bilanzsumme würde bei rd. 1,5 Milliarden Euro liegen
  • das betreute Kundenvolumen betrüge dann ca. 3,1 Milliarden Euro
  • rund 77 Tausend Kunden würden betreut
  • wir hätten rund 29 Tausend Mitglieder
  • aktuell würden wir 294 Mitarbeiter beschäftigen
  • unser gemeinsames Geschäftsgebiet hat dann eine Ausdehnung von rund 59 km in Nord-Südrichtung und rund 39 km in Ost-Westrichtung. Es reicht von Rheinbreitbach im Norden bis Lahr im Süden und von Vallendar im Osten bis nach Klotten im Westen.

Durch den angestrebten Zusammenschluss der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG  und der VR Bank Rhein-Mosel eG zur VR Bank Rhein-Mosel eG im Sommer 2020 blicken wir in eine Zukunft voller Chancen.

Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG
Andreas Harner (Vorstandssprecher) / Matthias Herfurth                                 

Vorstand der VR-BANK Rhein-Mosel eG
Walter Schaub (Vorstandsvorsitzender) / Michael C. Kuch